| Niederberg/Ratingen | Kerstin Griese trifft |
Kerstin Griese trifft … Cem Özdemir
Der „anatolische Schwabe“ will mehr Integrationsbemühungen
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Heiligenhauser
Zeitung: Ungleich verteilte Chancen
70 Besucherinnen und Besucher kamen in den Heiligenhauser Club, um ein rot-grünes interessantes Gespräch auf zwei roten Sesseln zu sehen. Sie wurden nicht enttäuscht. Nach Ursula von der Leyens (CDU) Auftritt zu Beginn dieses Jahres war Cem Özdemir (Grüne) der zweite „Kerstin Griese trifft …“ Gast, mit dem die SPD-Wahlkreisabgeordnete parteiübergreifend diskutierte.
„Die Chancen sind in Deutschland nicht gleich verteilt, auch für deutsche Familien nicht“, sagte Özdemir, der zusammen mit Kerstin Griese für mehr Investitionen in die frühe Förderung aller Kinder warb. Ein Irrweg sei das von der CSU geforderte Betreuungsgeld. Griese versprach, dass es dieses mit der SPD nicht geben wird.
Der grüne Europaabgeordnete setzte sich nachdrücklich für mehr Integration ein. „Meine Generation und die, die nach mir kommen, müssen Deutsch lernen“, steht für Özdemir fest. Der gelernter Erzieher und Diplom-Sozialpädagoge wurde 1994 als erster türkischstämmiger Abgeordneter in den Bundestag gewählt, dem er zwei Legislaturperioden angehörte. Die von Rot-Grün durchgesetzte Modernisierung des Staatsbürgerschaftsrechts gehört zu seinen größten politischen Erfolgen.
Cem Özdemir möchte, dass sich eine demokratische Türkei in die EU integriert. Als intimer Kenner der innenpolitischen Situation der Türkei erkennt er zwar eine ganze Reihe an Fortschritten, gleichzeitig müsse sich aber noch viel bewegen. Er warnte davor, die Latte für eine EU-Beitritt der Türkei ständig höher zu legen. Dass könne die erreichten Erfolge zunichte machen.
Audiotagebuch von Cem Özdemir![]()
Cem Özdemir
23.11.07